Bildschirme machen Schüler dumm


So und nicht anders ist ein Artikel von der Süddeutschen Zeitung zu verstehen.

Der Autor beruft sich auf eine Studie von der Nielsen Norman Group, in der festgestellt wurde, dass der Großteil der Menschen beim Lesen am Bildschirm nur die ersten Zeilen vollständig erfasst, und dann in einem F-Muster die Seite scant auf der Suche nach den relevantesten Informationen.

An sich eine sachliche Darstellung von Tatsachen, die Frage ist nun, wie man diese Tatsache interpretiert. Hier meint der Autor des Artikels von der Süddeutschen Zeitung, Bernd Graff:

Alle Differenz schmelze so dahin. Lehrer und Professoren seien dabei, ihre Verantwortung als Anwälte von Bildung höflich und diskret zu schleifen. Klassen- und Seminarräume sollten aber angesichts der „irren Verbreitung“ und der „imperialen Machtansprüche“ digitaler Technologien wieder zu Oasen des Langsam-Lesens und Verstehens werden.

Die Intelligenz einer ganzen Generation stehe auf dem Spiel, ja die Zukunft Amerikas. Da schade ein wenig Lese-Entschleunigung nicht, auch wenn sich das reaktionär und rückwärtsgewandt anhöre. Kurz: Sollten Sie, lieber Leser, diesem Artikel hier nicht folgen können, dann wird es wohl es daran liegen, dass Sie ihn an einem Computerbildschirm lesen wollten.“

OH MEIN GOTT!! DIE ZUKUNFT AMERIKAS STEHT AUF DEM SPIEL NEEEIIIINNNN!

Ja… die Achse des Bösen hat sich entschlossen den Verkauf von PC-Monitoren zu supporten. Steckt die Schüler lieber vor den Fernseher, da müssen sie gar nix lesen sondern nur in Inaktivität versumpern.

Natürlich könnte man die Ergebnisse der Studie auch anders deuten:

Junge Menschen lernen durch das neue Medium schon sehr früh aus den Texten die relevantesten Informationen herauszupicken. Automatisch erlernen Sie das „scannen“ von Texten, was Vertreter der älteren Generation freiwillig und oft mühsam in Seminaren erlernt haben. So werden sie optimal auf die Informationsflut, die in unserer Gesellschaft herrscht, vorbereitet.

Natürlich ersetzt diese Art des Lesens nicht die Lektüre eines guten Romans in gemütlicher Atmosphäre, jedoch stellt sie einen großen Vorteil in der heutigen Arbeitswelt dar.

Tja, aber scheinbar gibt es immer noch Leute, die um jeden Preis Computer-Bashing betreiben müssen. Verschleierung der eigenen Imkompetenz?

mh….

euer R.S.

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