Ubuntu-User nerven Mitmenschen


Hallo,

etwas polemisch ausgedrückt, aber doch einen Kern Wahrheit beinhaltend lautet der Titel dieses kleinen Eintrags „Ubuntu-User nerven Mitmenschen“.

Wieso ist das so?

Naja, wer hat nicht die Lieblinsserie, das Lieblingsbuch oder ein Lieblingshobby, an dem er gerne andere teilhaben lassen möchte, oder die ganze Welt bekehren will es zu lesen / sehen / auszuüben?

Leider aber scheint es, dass Benutzer von Ubuntu bzw. Linux allgemein zwar gerne andere davon überzeugen wollen, wie toll das Betriebssystem nicht ist, aber andere Menschen sich dafür schlichtweg nicht interessieren.

Dieser Artikel war für mich der Anlaß kurz in meinem Blog darüber zu schreiben.

Hier wird beschrieben, dass Menschen automatisch bei Windows bleiben, wenn die Alternative besteht.

Tja, Linux ist eben das perfekte Betriebssystem für jene, die sich auch nur ein bischen (und damit meine ich 15 Minuten pro Tag) dafür interessieren. Man kann alles genau so einrichten, wie es für den eigenen Workflow passt, man kann für jeden Zweck aus vielen Programmen wählen und bei Problemen gibt es IMMER ein Logfile mit Fehlermeldungen, die einem nach einer Google-Suche sogar zur Lösung des Problems führen. (Wann habe ich das mal unter Windows erlebt????)

Aber leider – die Uhren ticken bei Normal-Usern eben anders.

Obwohl der Computer ein Kastl ist, mit dem man heutzutage sehr sehr sehr viele Stunden verbringt wollen die Leute gar nicht hinter die Kulissen schauen. Wer kauft schon ein Auto und schaut sein ganzes (Auto-)Leben nicht unter die Motorhaube????

Naja jedenfalls die Quintessenz:

In meinem privaten Umfeld schaue ich auch darauf Ubuntu zu verbreiten. Warum? Von meinen Freunden und der Familie werde ich nunmal ständig konsultiert wenn es PC-Probleme gibt. Ich muss ehrlich gestehen – dort wo Ubuntu installiert ist, ist meine Hilfe viel seltener notwendig.

Aber eines habe ich ebenfalls feststellen müssen: Gibt es zum Linux-Rechner eine Windows-Alternative, dann siegt nicht das bessere, sondern das gewohntere System.

Den Benutzern fällt der Umstieg auf Linux gar nicht sooo schwer, wie alle immer denken, aber man muss sich eben einmal reindenken. Auf Windows muss man meistens nicht denken. Das ist das Problem.

Ich habe im Rahmen einer beruflichen Tätigkeit auch schon öfters Vorträgen gelauscht von Behörden und Organisationen, die auf Linux oder zumindest auf OpenOffice unter Windows umsteigen wollen. (Wobei bei letzterem ja wirklich praktisch 0% Unterschied sind).

Man sah deutlich, dass Linux und OpenOffice überall dort nach kurzer Zeit und kurzem Aufschrei akzeptiert wurden, wo es nur das neue System gab, während es dort, wo die gewohnte Alternative vorhanden war zu lang anhaltenden Protesten kam und oft auch schließlich zum Rückschritt zu Windows/MSOffice.

Was ist also das Fazit?

Die Qualität sei schlechter? Die Technik sei noch nicht so weit?

Falsch: Es ist für mich empirisch erwiesen (auch wenn leider an dieser Stelle die Quellen ausbleiben müssen), dass die Technik sehr wohl benutzerfreundlich und ausgereift genug ist, um Geschäftsprozesse abzuwickeln und auch im privaten Umfeld genutzt zu werden.

Für mich steht fest, dass eine Migration aufgrund der „Trägheit der Masse“ (die Menschen), nur dann erfolgreich sein kann, wenn die Menschen zum Nachdenken gezwungen werden.

Als IT-Koordinator einer Schule stelle ich leider nur zu oft fest, dass die Leute nicht nachdenken wenn sie ein Problem haben, nur wenn sie wirklich gezwungen werden (und selbst dann viel zu selten).

R.S.

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