Geo-Tagging von Fotos – Meine Praxisanleitung


Hallo,

da ich von einem Freund gefragt wurde, wie ich das mit dem Geo-Tagging mache, möchte ich hier eine kleine Praxisanleitung bieten.

Nachdem das Thema aber aufgrund der vielfältigen Softwarealternativen (leider) sehr umfangreich ist, werde ich das Thema in mehreren Blog-Einträgen abhandeln.

Mir schwebt da also folgende Einteilung vor:

  1. GPS-Tracking? Geo-Taggen? – häää?
  2. Beschaffung der Rohdaten – GPS-Tracking und Digitalfotos
  3. Merging GPS-Data + Fotos
  4. Wohin mit den geogetaggten Fotos? Wohin mit dem GPX-Track?

So nun werde ich mit den ersten beiden Themen gleich hier beginnen:

GPS-Tracking? Geo-Taggen? – häää?

Um es gleich mal vorweg klarzustellen: unter Geo-Taggen versteht man den Vorgang Mediendateien (Bilder, Videos, Dokumente etc.) mit Geo-Informationen zu versehen (sprich: taggen), damit man diese Informationen auf Landkartendiensten (Google Maps, Yahoo Maps etc.) ansehen kann.

Prominente Beispiele sind hier von Google Maps die einblendbaren Wikipedia-Artikel, aber auch die Fotos von Panoramio. Genau mit diesem Thema (geo-tagging von Fotos) beschäftigt sich dieser Artikel.

JPG-Dateien können sogenannte EXIF-Metadaten beinhalten. Diese EXIF-Metadaten können also neben Datum- und Uhrzeit noch Informationen wie Brennweite, Belichtung, Vorschaubild eben auch GPS-Daten speichern.

Daher benötigen wir auf der einen Seite diese GPS-Information, andererseits brauchen wir eine Software, die sie uns in die Fotos einträgt (am Besten ohne die Fotos unbrauchbar zu machen)

Beschaffung der Rohdaten – GPS-Tracking und Digitalfotos

Es liegt auf der Hand, dass wir fürs geo-taggen irgendwie an die Informationen kommen müssen, wo denn das Foto xyz gemacht wurde. Die eine Variante ist es bei jedem Foto einzeln den Ort auf der Karte zu suchen und die Geo-Informationen herauszuschreiben – das ist sehr mühsam.

Die komfortablere Variante ist jene einen sogenannten GPS-Tracker bzw. GPS-Datenlogger zu benutzen. Es gibt hier bereits eine Vielzahl an Geräten und auch schon genug Blogs, die sich mit einem Vergleich derselben beschäftigen – daher lasse ich das Thema eher außen vor.

Ich persönlich benutze wie in meinem Eintrag vom 22. August ersichtlich den Wintec G-Rays 2 WBT 201 (siehe Blogeintrag)

Für die Digitalfotografie nutze ich eine CASIO Exilim z200 und bin sehr zufrieden damit.

Wer die Anschaffung eines solchen GPS-Trackers (auch GPS-Maus genannt) plant, könnte darauf schauen, dass das Gerät auch über Bluetooth verfügt. Der WBT 201 hat Bluetooth und so kann ich das Gerät sowohl mit dem Handy, als auch mit PDA und Laptop für die Navigation nutzen.

Aber wie gesagt – hier gibt es sehr viele unterschiedliche Geräte und die Geschmäcker sind auch sehr verschieden.

Eines ist aber allen Geräten gleich: Es sollte im Lieferumfang eine Software enthalten sein, die einem erlaubt die GPS-Daten zu extrahieren. Leider nutzen hier die wenigsten Hersteller Standards, sondern haben proprietäre Formate (eine kleine Übersicht hier). Man sollte daher unbedingt darauf achten, dass man diese Formate in einen Standard bekommt, den viele Plattformen und Programme verstehen. Das Format, das ich dazu empfehlen würde ist GPX.

Die mitgelieferte Software wird vermutlich in dieses Format exportieren können, ansonsten hilft das Tool GPSBabel.

Also – für die kurze Zusammenfassung:

Bevor wir uns dem nächsten Kapitel widmen achten wir darauf, dass es neben den Fotos auch den GPS-Track im GPX-Format gibt.

Das war es nun fürs Erste – den eigentlich kompliziertesten Teil, nämlich das Einfügen der Geo-Daten in die EXIF-Header, möchte ich mir für das nächste Kapitel aufheben.

R.S.

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